Inhaltsverzeichnis
Cashper
Cashper ist eine Marke der maltesischen Novum Bank Limited und bietet in Deutschland Minikredite zwischen 100 € und 1.500 € an — rückzahlbar in 30 oder 60 Tagen. Das Produkt richtet sich an Privatkunden, die kurzfristig eine kleinere Summe benötigen: eine kaputte Haushaltsmaschine, eine unerwartete Rechnung, ein finanzieller Engpass bis zum nächsten Gehaltseingang.
Die Novum Bank betreibt Cashper seit 2014 auf dem deutschen Markt und hat nach eigenen Angaben bislang über 500.000 Kunden in Europa bedient. Als EU-lizenziertes Kreditinstitut mit maltesischer Banklizenz gilt europäisches Verbraucherschutzrecht. Für Privatkunden bedeutet das: geregelte Widerrufsrechte, transparente Kostenangaben gemäß Preisangabenverordnung und SCHUFA-Meldepflicht bei Zahlungsausfall.
Der Minikredit ist bewusst einfach gehalten. Es gibt keine langen Laufzeiten, keine komplizierten Tilgungspläne, keine Verwendungsbindung. Wer allerdings die Auszahlung innerhalb von 24 Stunden benötigt, zahlt dafür einen deutlichen Aufpreis — das ist der zentrale Kostenhebel, den man kennen sollte, bevor man den Antrag stellt.
Über Cashper
- Gegründet: Novum Bank Limited 2009; Cashper-Marke in Deutschland seit 2014
- Hauptsitz: Msida, Malta
- Regulierung: Lizenziert und beaufsichtigt durch die Malta Financial Services Authority (MFSA); EU-lizenziertes Kreditinstitut, Gesellschaftsnummer C46997
Konditionen und Kreditbedingungen
Der effektive Jahreszins liegt bei 13,46 % und gilt fest für die gesamte Laufzeit. Das repräsentative Beispiel gemäß Preisangabenverordnung: bei einem Nettodarlehensbetrag von 400 € und einer Laufzeit von 30 Tagen sind insgesamt 404,18 € zurückzuzahlen, was einem gebundenen Sollzins von 12,71 % p.a. entspricht. Die Laufzeit beträgt 30 oder 60 Tage; eine Rückzahlung in zwei Raten ist möglich, kostet jedoch einen zusätzlichen Betrag. Eine vorzeitige Rückzahlung ist jederzeit kostenfrei möglich. Was die Gesamtkosten eines Cashper-Kredits in der Praxis stärker beeinflusst als der Zinssatz, ist die optionale Expressauszahlung: der sogenannte Super-Deal kostet je nach Kreditbetrag zwischen 39 und 99 € extra. Wer darauf verzichtet, wartet bei der Standardüberweisung nach Angaben des Anbieters standardmäßig 5 Werktage nach Vertragsabschluss.
Antragsprozess
- Kreditbetrag zwischen 100 € und 1.500 € und Laufzeit (30 oder 60 Tage) im Online-Rechner einstellen. Der Rechner zeigt die Gesamtkosten sofort an.
- Persönliche Daten, Adresse, Einkommen und Bankverbindung im Online-Formular ausfüllen. Die Angaben dauern laut Cashper unter 10 Minuten.
- SCHUFA-Abfrage und automatisierte Bonitätsprüfung — Entscheidung meist innerhalb von Sekunden. Bei mittleren SCHUFA-Einträgen ist eine Zusage möglich. Harte Negativmerkmale wie Privatinsolvenz oder laufende Pfändungen führen zur Ablehnung.
- Identitätsprüfung per Video-Ident-Verfahren über das Smartphone.
- Digitale Vertragsunterzeichnung.
- Auszahlung: bei Standardüberweisung innerhalb von 5 Werktagen; mit dem kostenpflichtigen Super-Deal innerhalb von 24 Stunden, an Werktagen bei Antragstellung vor 16:00 Uhr teils noch am selben Tag.
Vor- und Nachteile eines Cashper Minikredits
Vorteile:
- Minikredite ab 100 €: der Einstiegsbetrag liegt sehr niedrig, was Cashper für echte Kleinbedarfe praxistauglich macht.
- Kredit trotz SCHUFA-Einträgen möglich, sofern keine harten Negativmerkmale vorliegen.
- Vollständig digitaler Prozess — kein Papierkram, kein Filialbesuch, keine Terminvereinbarung.
- Fester Effektivzins von 13,46 %: die Gesamtkosten sind vor Vertragsschluss bekannt.
- Kostenlose vorzeitige Rückzahlung jederzeit möglich.
Nachteile:
- Die Standardauszahlung liegt laut Anbieter bei 5 Werktagen – einem recht langen Zeitraum.
- Der Super-Deal für 24h-Auszahlung kostet bis zu 99 €, was bei kleinen Beträgen erheblich ins Gewicht fällt.
- Selbstständige und Freiberufler sind vom Angebot ausgeschlossen.
- Laufzeiten nur 30 oder 60 Tage — wer mehr Zeit zur Rückzahlung braucht, findet kein passendes Produkt.
Kundenerfahrungen und Reputation
Cashper hat auf Trustpilot 4,5 von 5 Sternen bei 9.488 Bewertungen (Juni 2026). Auf eKomi, wo ausschließlich transaktionsverifizierte Bewertungen einfließen, liegt die Bewertung bei 4,7 von 5 Sternen bei über 14.000 Kundenmeinungen.
Das häufigste Lob in den Bewertungen: Cashper habe geholfen, als andere Anbieter abgelehnt hatten.
Ein Nutzer schrieb im Mai 2026 auf Trustpilot: „Simple and straightforward experience. The process was easy to understand and everything felt clear and well organized."
Kritische Bewertungen greifen zwei Punkte auf: die Super-Deal-Kosten werden als unverhältnismäßig teuer empfunden, und einzelne Nutzer berichten über technische Probleme beim SMS-Bestätigungscode oder Login. Außerdem wird in Bewertungen gelegentlich bemängelt, dass Neukunden nur einen Bruchteil des beantragten Betrags bewilligt bekommen.
Für wen eignet sich Cashper?
Cashper passt zu Privatpersonen ab 18 Jahren mit festem Wohnsitz in Deutschland, einem monatlichen Nettoeinkommen von mindestens 700 € und einem kurzfristigen Geldbedarf bis 1.500 €, den sie innerhalb von 30 oder 60 Tagen zurückzahlen können. Wer keine lupenreine SCHUFA-Auskunft vorweisen kann, hat bei Cashper dennoch realistische Chancen auf eine Zusage. Für Selbstständige, Freiberufler oder alle, die mehr als 1.500 € oder eine längere Laufzeit brauchen, ist das Produkt nicht geeignet.
Fazit
Der Effektivzins von 13,46 % ist für einen Minikredit mit 30-tägiger Laufzeit im Marktvergleich eher im mittleren Bereich und im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern werden keine Bearbeitungsgebühren oder Kontoführungsgebühren verrechnet. Die Kosten sind vor Vertragsschluss vollständig sichtbar, und der Zinssatz ändert sich nach Vertragsabschluss nicht.
Was das Produkt für bestimmte Nutzergruppen attraktiv macht, ist die Zugänglichkeit: Cashper prüft Anträge auch bei mittleren Bonitätsprofilen, die bei einer Standardbank zur Ablehnung führen würden. Der komplett digitale Prozess funktioniert ohne Filialbesuch und ohne Terminvereinbarung.
Der Schwachpunkt liegt klar bei der Auszahlung: wer das Geld schnell benötigt und nicht mehrere Werktage warten kann, zahlt bis zu 99 € extra — das ist ein erheblicher Aufpreis auf kleine Kreditbeträge. Durch einen einmaligen, klar begrenzten Betrag bis 1.500 € mit 30 oder 60 Tagen Laufzeit ist Cashper ein transparentes Produkt — vorausgesetzt, die Express-Option wird bewusst gewählt oder bewusst vermieden.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kann ich bei Cashper leihen?
Cashper bietet Minikredite zwischen 100 € und 1.500 €. Neukunden erhalten beim ersten Antrag häufig einen niedrigeren Betrag bewilligt. Das maximale Kreditlimit steigt nach erfolgreicher Rückzahlung.
Wie ist die Laufzeit des Kredits?
Die Laufzeit beträgt 30 oder 60 Tage. Eine Verlängerung oder Ratenzahlung in zwei Tranchen ist gegen einen Aufpreis möglich und eine vorzeitige Rückzahlung ist jederzeit kostenfrei.
Wie hoch ist der Zinssatz?
Der effektive Jahreszins liegt bei 13,46 % und ist für die gesamte Laufzeit fest. Das entspricht beispielsweise 4,18 € Zinskosten bei einem Kredit von 400 € über 30 Tage.
Kann ich einen Kredit trotz SCHUFA-Eintrag beantragen?
Ja. Cashper lehnt nicht automatisch wegen negativer SCHUFA-Einträge ab. Ausschlusskriterien sind harte Negativmerkmale wie laufende Privatinsolvenz oder Pfändungsbeschlüsse.
Wie schnell wird der Kredit ausgezahlt?
Die Standardauszahlung liegt laut Anbieter bei ca. 5 Werktagen. Mit dem kostenpflichtigen Super-Deal ist die Auszahlung innerhalb von 24 Stunden möglich — bei Antragsstellung an Werktagen vor 16:00 Uhr teils noch am selben Tag. Die Super-Deal-Option kostet je nach Kreditbetrag zwischen 39 und 99 €.
Welches Mindestalter gilt bei Cashper?
Antragsteller müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Das Höchstalter beträgt 75 Jahre.
Können Selbstständige einen Cashper-Kredit beantragen?
Nein. Cashper vergibt Minikredite ausschließlich an Privatpersonen mit festem Einkommen. Selbstständige und Freiberufler sind vom Angebot ausgeschlossen.
Welche Unterlagen brauche ich für den Antrag?
Der Antrag läuft vollständig digital ab. Benötigt werden ein gültiger Personalausweis oder Reisepass für das Video-Ident-Verfahren, eine deutsche Mobilnummer für die SMS-Verifizierung sowie Zugang zum Online-Banking für den digitalen Kontoblick oder alternativ Gehaltsabrechnungen als Einkommensnachweis.




