Inhaltsverzeichnis
- Datenbasis, Zeitraum, Abgrenzung
- Die 10 wirtschaftsstärksten Städte Deutschlands nach absolutem BIP
- Die 10 wirtschaftsstärksten Städte Deutschlands nach BIP pro Kopf
- Das Bundesländer-Ranking nach absolutem BIP
- Das Bundesländer-Ranking nach BIP pro Kopf
- Interpretation und wirtschaftliche Einordnung
- Fazit: Deutschlands wirtschaftliche Spitzenreiter im Überblick
- Ausblick
Die Bundesrepublik Deutschland zählt zu den wirtschaftlich stärksten Nationen der Welt. Trotz eines beeinträchtigten Bruttoinlandsproduktwachstums in den 2020er-Jahren ist die deutsche Volkswirtschaftsleistung die drittgrößte weltweit. Doch wie verteilt sich diese wirtschaftliche Stärke innerhalb des Landes? Welche Städte und Bundesländer tragen besonders viel zur Wertschöpfung bei – und wo ist das Einkommen pro Einwohner am höchsten?
Rankings des BIP und des BIP pro Kopf helfen dabei, wirtschaftliche Schwerpunkte sichtbar zu machen. Für Bürger sind diese Kennzahlen relevant, weil sie Hinweise auf Arbeitsmarkt, Einkommen und Standortattraktivität geben. Für Unternehmer und Investoren liefern sie wichtige Anhaltspunkte für Wachstum, Infrastruktur und wirtschaftliche Dynamik.
Datenbasis, Zeitraum, Abgrenzung
Die folgenden Rankings basieren auf aktuell verfügbaren Daten der statistischen Ämter und betrachten das nominale Bruttoinlandsprodukt. Die neuesten vollständigen Zahlen zum BIP nach Städten beziehen sich auf 2022.
Städte werden als administrative Stadtgebiete betrachtet, nicht als Metropolregionen.
Pendlerströme und Konzernsitze können das Ergebnis stark beeinflussen.
Das absolute BIP misst die gesamte Wirtschaftsleistung.
Das BIP pro Kopf setzt diese Leistung ins Verhältnis zur Einwohnerzahl.
Beide Kennzahlen - das absolute Bruttoinlandsprodukt sowie das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf - liefern unterschiedliche, aber ergänzende Perspektiven auf die wirtschaftliche Stärke der Städte und Bundesländer.
Die 10 wirtschaftsstärksten Städte Deutschlands nach absolutem BIP
Die Statistiken, auf denen das Ranking der wirtschaftsstärksten deutschen Städte basiert, stammen aus dem Jahr 2022.
Berlin (178,92 Milliarden Euro)
Berlin ist die wirtschaftlich stärkste Stadt Deutschlands und zugleich Hauptstadt sowie Stadtstaat. Die Wirtschaft der Metropole ist stark dienstleistungsorientiert und wird geprägt von einer dynamischen IT- und Start-up-Szene, der Kreativwirtschaft, dem Tourismus sowie der öffentlichen Verwaltung. In den vergangenen Jahren hat sich Berlin zudem als internationaler Innovationsstandort etabliert.
Hamburg (148,29 Milliarden Euro)
Hamburg zählt zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten Europas und ist als Stadtstaat stark international ausgerichtet. Die wirtschaftliche Stärke der Hansestadt beruht vor allem auf der Hafenwirtschaft und dem Außenhandel, ergänzt durch leistungsfähige Logistikstrukturen, die Luftfahrtindustrie sowie einen bedeutenden Medien- und Dienstleistungssektor. Zu den bekanntesten Unternehmen zählen der Logistikkonzern Hapag-Lloyd und die Flugzeugbau-Sparte von Airbus.
München (138,53 Milliarden Euro)
München ist das wirtschaftliche Zentrum Süddeutschlands und einer der produktivsten Standorte Europas. Die Stadt vereint eine starke industrielle Basis mit wissensintensiven Dienstleistungen, wobei insbesondere die Automobilindustrie, die IT- und Technologiebranche, Versicherungen sowie der Mediensektor zur hohen Wertschöpfung beitragen. Zu den wichtigsten Unternehmen gehören BMW und der Versicherungskonzern Allianz.
Frankfurt am Main (80,23 Milliarden Euro)
Frankfurt am Main ist das Finanzzentrum Deutschlands und ein bedeutender europäischer Bankenstandort. Die Wirtschaft der Stadt wird maßgeblich von Finanzdienstleistungen, unternehmensnahen Services und dem Messegeschäft getragen. Prägende Institutionen und Unternehmen sind unter anderem die Deutsche Bank und die Europäische Zentralbank.
Köln (74,26 Milliarden Euro)
Köln ist einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte in Nordrhein-Westfalen und verfügt über eine breit diversifizierte Wirtschaftsstruktur. Besonders prägend sind die Medien- und Kommunikationswirtschaft, die chemische Industrie sowie Handel und Logistik. Bekannte Unternehmen in Köln sind der Medienkonzern RTL Deutschland und der Chemiekonzern LANXESS.
Hannover (60,24 Milliarden Euro)
Hannover fungiert als Wirtschafts- und Verwaltungszentrum Niedersachsens und ist international als Messestandort bekannt. Die Wirtschaft der Stadt basiert auf Industrie, Dienstleistungen und Messewirtschaft, insbesondere im Maschinenbau und der Automobilzulieferindustrie. Zu den bekannten Unternehmen zählen Continental und der Reisekonzern TUI.
Stuttgart (58,7 Milliarden Euro)
Stuttgart ist einer der wichtigsten Industriestandorte Deutschlands und das wirtschaftliche Herz Baden-Württembergs. Die Stadt ist stark von der Automobilindustrie, dem Maschinenbau sowie von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten geprägt. Bedeutende Unternehmen sind Mercedes-Benz und der Technologiekonzern Bosch.
Düsseldorf (58,43 Milliarden Euro)
Düsseldorf ist die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens und ein bedeutendes Zentrum für Dienstleistungen und Unternehmenssitze. Die wirtschaftliche Stärke der Stadt beruht auf unternehmensnahen Dienstleistungen, Handel, Modewirtschaft sowie Verwaltung. Bekannte Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf sind Henkel und der Telekommunikationsanbieter Vodafone Deutschland.
Nürnberg (34,72 Milliarden Euro)
Nürnberg ist das wirtschaftliche Zentrum Nordbayerns und zeichnet sich durch eine ausgewogene Mischung aus Industrie und Dienstleistungen aus. Besonders stark sind die Bereiche Elektrotechnik, IT und Produktion. Zu den bekannten Unternehmen zählen DATEV und Diehl.
Bremen (32,77 Milliarden Euro)
Bremen ist als Stadtstaat ein bedeutender Wirtschaftsstandort im Norden Deutschlands. Die Wirtschaft wird maßgeblich durch Hafenwirtschaft, Industrie sowie Luft- und Raumfahrt geprägt, ergänzt durch Logistik und maritime Dienstleistungen. Bekannte Unternehmen sind OHB im Bereich Raumfahrt und der Lebensmittelkonzern Beck’s (AB InBev Deutschland).
Berlin (178,92 Milliarden Euro)
Hamburg (148,29 Milliarden Euro)
München (138,53 Milliarden Euro)
Frankfurt am Main (80,23 Milliarden Euro)
Köln (74,26 Milliarden Euro)
Hannover (60,24 Milliarden Euro)
Stuttgart (58,7 Milliarden Euro)
Düsseldorf (58,43 Milliarden Euro)
Nürnberg (34,72 Miliarden Euro)
Bremen (32,77 Miliarden Euro)
Das Ranking der reichsten Städte Deutschlands nach absolutem Bruttoinlandsprodukt zeigt, wo sich die wirtschaftliche Leistung des Landes konzentriert. Große Metropolen und Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und München dominieren vor allem aufgrund ihrer Bevölkerungsgröße, vielfältiger Wirtschaftsstrukturen und zahlreicher Unternehmenssitze. Gleichzeitig wird deutlich, dass ein hohes absolutes BIP in erster Linie die wirtschaftliche Größe einer Stadt abbildet – nicht zwingend den Wohlstand der einzelnen Einwohner.
Um wirtschaftlichen Wohlstand besser einordnen zu können, ist daher das BIP pro Kopf entscheidend. Diese Kennzahl setzt die Wirtschaftsleistung ins Verhältnis zur Einwohnerzahl und zeigt, in welchen Städten besonders viel Wertschöpfung auf einzelne Bewohner entfällt. Gerade kleinere, spezialisierte Wirtschaftsstandorte schneiden hier häufig besser ab als klassische Metropolen.
Fazit BIP (abs.) in Städten
Metropolen dominieren das Ranking vor allem aufgrund ihrer hohen Bevölkerungszahl
Große Städte sind dank ihrer Infrastruktur, Arbeitsmärkte und Vernetzung besonders attraktiv für Unternehmen
Berlin, Hamburg und München sind zugleich die bevölkerungsreichsten und BIP-stärksten Städte
Die 10 wirtschaftsstärksten Städte Deutschlands nach BIP pro Kopf
Das BIP pro Kopf wurde auf Basis des nominalen Bruttoinlandsprodukts und der amtlichen Einwohnerzahlen 2021 berechnet. Aufgrund von Pendlerströmen und Konzernzentralen kann es zu Verzerrungen kommen.
Wolfsburg (158.749 Euro, 129.560 Einwohner)
Wolfsburg weist das höchste BIP pro Kopf in Deutschland auf und liegt in Niedersachsen. Die außergewöhnlich hohe Wirtschaftsleistung pro Einwohner ist vor allem auf die Zentrale des Volkswagen-Konzerns zurückzuführen, die die Stadt stark industriell prägt und für eine sehr hohe Wertschöpfung sorgt.
Ingolstadt (130.509 Euro, 145.000 Einwohner)
Ingolstadt in Bayern gehört zu den wirtschaftlich produktivsten Städten Deutschlands. Die Stadt profitiert insbesondere von der Automobilindustrie sowie von einer hohen Forschungs- und Entwicklungsintensität, die maßgeblich durch große Industriekonzerne getragen wird.
Erlangen (104.698 Euro, 120.302 Einwohner)
Erlangen liegt ebenfalls in Bayern und zeichnet sich durch eine enge Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft aus. Die hohe Wertschöpfung pro Einwohner ist vor allem auf die Medizintechnik, die Elektronikindustrie sowie die Nähe zu Forschungseinrichtungen und Hochschulen zurückzuführen.
Mainz (104.441 Euro, 227.277 Einwohner)
Mainz, die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz, erreicht ein sehr hohes BIP pro Kopf und verfügt über eine vielseitige Wirtschaftsstruktur. Besonders prägend sind die Medienwirtschaft, die chemisch-pharmazeutische Industrie sowie die Rolle der Stadt als Verwaltungs- und Dienstleistungsstandort.
Schweinfurt (99.130 Euro, 54.481 Einwohner)
Schweinfurt in Bayern zählt trotz seiner geringen Einwohnerzahl zu den produktivsten Industriestandorten Deutschlands. Die Stadt ist stark vom Maschinenbau und der Wälzlagerindustrie geprägt, was zu einer außergewöhnlich hohen Wirtschaftsleistung pro Einwohner führt.
Coburg (98.551 Euro, 41.406 Einwohner)
Coburg liegt im Norden Bayerns und erreicht aufgrund seiner spezialisierten Wirtschaftsstruktur ein sehr hohes BIP pro Kopf. Die Stadt profitiert insbesondere von der Versicherungswirtschaft sowie von industriellen Unternehmen mit hoher Wertschöpfungstiefe.
Frankfurt am Main (97.270 Euro, 756.000 Einwohner)
Frankfurt am Main liegt in Hessen und erzielt ein hohes BIP pro Kopf, was maßgeblich auf seine Rolle als internationales Finanzzentrum zurückzuführen ist. Starke Pendlerströme sowie Finanzdienstleistungen und unternehmensnahe Services treiben die Wirtschaftsleistung pro Einwohner zusätzlich.
Regensburg (90.529 Euro, 179.090 Einwohner)
Regensburg in Bayern verfügt über eine ausgewogene Mischung aus Industrie, Technologie und Dienstleistungen. Besonders die Automobilzulieferindustrie, der Maschinenbau sowie technologieorientierte Unternehmen tragen zur hohen Wertschöpfung pro Kopf bei.
Darmstadt (88.497 Euro, 168.000 Einwohner)
Darmstadt liegt in Hessen und profitiert von einer stark forschungs- und technologieorientierten Wirtschaftsstruktur. Die Stadt ist ein bedeutender Standort für IT, Chemie und Raumfahrttechnologie, was sich deutlich im hohen BIP pro Kopf widerspiegelt.
Stuttgart (87.513 Euro, 612.000 Einwohner)
Stuttgart liegt in Baden-Württemberg und erreicht trotz seiner vergleichsweisen hohen Einwohnerzahl ein überdurchschnittliches BIP pro Kopf. Die starke industrielle Basis, insbesondere in der Automobilindustrie und im Maschinenbau, sorgt zusammen mit intensiver Forschung und Entwicklung für eine hohe Produktivität.
Wolfsburg (158.749 Euro, 129.560 Einwohner)
Ingolstadt (130.509 Euro, 145.000 Einwohner)
Erlangen (104.698 Euro, 120.302 Einwohner)
Mainz (104.441 Euro, 227.277 Einwohner)
Schweinfurt (99.130 Euro, 54.481 Einwohner)
Coburg (98.551 Euro, 41.406 Einwohner)
Frankfurt am Main (97.270 Euro, 756.000 Einwohner)
Regensburg (90.529 Euro, 179.090 Einwohner)
Darmstadt (88.497 Euro, 168.000 Einwohnre)
Stuttgart (87.513 Euro, 612.000 Einwohner)
Das BIP-pro-Kopf-Ranking zeigt, dass wirtschaftliche Produktivität nicht zwingend in den größten Städten entsteht. Besonders kleinere und mittelgroße Städte mit spezialisierten Industrien oder großen Konzernzentralen erreichen eine sehr hohe Wirtschaftsleistung pro Einwohner.
Im Vergleich zu Metropolen mit hoher Bevölkerungszahl wird deutlich, dass das BIP pro Kopf vor allem die wirtschaftliche Effizienz eines Standorts widerspiegelt und damit eine wichtige Ergänzung zum absoluten BIP darstellt.
Während das BIP pro Kopf die wirtschaftliche Produktivität einzelner Städte beleuchtet, zeigt ein Blick auf die Bundesländer nach absolutem Bruttoinlandsprodukt, wo sich die wirtschaftliche Leistung auf regionaler Ebene konzentriert. Das folgende Ranking macht deutlich, welche Länder den größten Anteil zur gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung beitragen.
Fazit BIP pro Kopf in Städten
Spitzenplätze belegen vor allem kleinere und mittelgroße Städte mit hoch spezialisierten Industrien oder Konzernzentralen
Metropolen erreichen trotz hoher Wirtschaftsleistung aufgrund ihrer Bevölkerungsgröße meist niedrigere Pro-Kopf-Werte
Das BIP pro Kopf misst die wirtschaftliche Produktivität eines Standorts und ergänzt das absolute BIP sinnvoll
Das Bundesländer-Ranking nach absolutem BIP
Für das Bruttoinlandsprodukt der Bundesländer liegen aktuellere statistische Daten vor als für die Städte. Die Angaben in diesem Ranking basieren auf den verfügbaren Daten für das Jahr 2024.
Nordrhein-Westfalen (871,87 Milliarden Euro, 18 Mio. Einwohner)
Nordrhein-Westfalen ist das wirtschaftsstärkste Bundesland Deutschlands und zeichnet sich durch eine sehr vielfältige Wirtschaftsstruktur aus. Industrie, Dienstleistungen, Handel und Logistik sind gleichermaßen bedeutend, wobei der Strukturwandel vom klassischen Industrieland zum Dienstleistungs- und Technologiestandort weit fortgeschritten ist. Zu den wirtschaftsstärksten Städten zählen Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen.
Bayern (791,60 Milliarden Euro, 13,25 Mio. Einwohner)
Bayern ist eines der innovativsten Bundesländer Europas und verbindet starke Industrie mit moderner Technologie und Dienstleistungen. Besonders prägend sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau sowie IT und Hightech. Die wichtigsten wirtschaftlichen Zentren sind München, Nürnberg, Ingolstadt und Regensburg.
Baden-Württemberg (650,23 Milliarden Euro, 11,3 Mio. Einwohner)
Baden-Württemberg ist bekannt für seine exportstarke Industrie und den leistungsfähigen Mittelstand. Das Bundesland ist besonders stark im Automobilbau, Maschinenbau und in der Elektrotechnik und weist eine hohe Forschungs- und Entwicklungsintensität auf. Wirtschaftliche Schwerpunkte liegen in Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe und Ulm.
Niedersachsen (382,27 Milliarden Euro, 8 Mio. Einwohner)
Niedersachsen verfügt über eine breit aufgestellte Wirtschaftsstruktur mit Industrie, Energie, Landwirtschaft und Dienstleistungen. Besonders bedeutend sind die Automobilindustrie, erneuerbare Energien sowie die Logistik. Zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten zählen Hannover, Wolfsburg, Braunschweig und Oldenburg.
Hessen (368,29 Milliarden Euro, 6,2 Mio. Einwohner)
Hessen ist eines der wirtschaftsstärksten Dienstleistungszentren Deutschlands. Das Bundesland profitiert vor allem vom Finanzplatz Frankfurt, ergänzt durch Industrie, Logistik und unternehmensnahe Dienstleistungen. Wirtschaftliche Zentren sind Frankfurt am Main, Wiesbaden, Darmstadt und Kassel.
Berlin (207,06 Milliarden Euro, 3,9 Millionen Einwohner)
Berlin ist als Stadtstaat ein bedeutender Wirtschaftsstandort mit starkem Wachstum. Die Wirtschaft ist vor allem dienstleistungsorientiert und wird von der Start-up- und IT-Szene, der Kreativwirtschaft, dem Tourismus sowie der öffentlichen Verwaltung geprägt. Wichtigster Wirtschaftsstandort ist Berlin selbst.
Rheinland-Pfalz (184,08 Milliarden Euro, 4,1 Mio. Einwohner)
Rheinland-Pfalz verfügt über eine vielseitige Wirtschaftsstruktur mit starken industriellen und landwirtschaftlichen Anteilen. Besonders bedeutend sind die chemische Industrie, der Maschinenbau sowie der Weinbau. Wirtschaftliche Schwerpunkte liegen in Mainz, Ludwigshafen, Koblenz und Trier.
Sachsen (161,91 Milliarden Euro, 4,1 Mio. Einwohner)
Sachsen hat sich zu einem wichtigen Industrie- und Technologiestandort in Ostdeutschland entwickelt. Die Wirtschaft wird vor allem von Automobilindustrie, Mikroelektronik und Maschinenbau geprägt. Zentrale Wirtschaftsstandorte sind Dresden, Leipzig und Chemnitz.
Hamburg (161,86 Milliarden Euro, 1,9 Mio. Einwohner)
Hamburg ist als Stadtstaat einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands. Die Wirtschaft der Hansestadt basiert vor allem auf Hafenwirtschaft, Außenhandel, Logistik sowie Medien und Luftfahrt. Der zentrale Wirtschaftsraum ist Hamburg selbst.
Schleswig-Holstein (126,83 Milliarden Euro, 3 Mio. Einwohner)
Schleswig-Holstein profitiert von seiner Lage zwischen Nord- und Ostsee. Die Wirtschaft ist geprägt von erneuerbaren Energien, maritimer Wirtschaft, Tourismus und Dienstleistungen. Bedeutende Wirtschaftsstandorte sind Kiel, Lübeck und Flensburg.
Brandenburg (97,54 Milliarden Euro, 2,6 Mio. Einwohner)
Brandenburg profitiert wirtschaftlich stark von der Nähe zu Berlin. Die Wirtschaftsstruktur ist geprägt von Industrie, Energie, Logistik und Dienstleistungen. Wichtige Wirtschaftsstandorte sind Potsdam, Cottbus und Brandenburg an der Havel.
Sachsen-Anhalt (79,42 Milliarden Euro, 2,1 Mio. Einwohner)
Sachsen-Anhalt verfügt über eine industrielle Basis mit Schwerpunkt auf Chemie, Maschinenbau und Ernährungswirtschaft. Der Strukturwandel schreitet voran, insbesondere in industriellen Clustern. Wirtschaftszentren sind Magdeburg, Halle (Saale) und Dessau-Roßlau.
Thüringen (78,15 Milliarden Euro, 2,1 Mio. Einwohner)
Thüringen ist stark mittelständisch geprägt und verfügt über eine vielseitige Industrie. Besonders wichtig sind Maschinenbau, Automobilzulieferindustrie und Optik. Zu den wirtschaftsstärksten Städten zählen Erfurt, Jena und Weimar.
Mecklenburg-Vorpommern (61,25 Milliarden Euro, 1,6 Mio. Einwohner)
Mecklenburg-Vorpommern ist wirtschaftlich geprägt von Tourismus, Landwirtschaft, maritimer Wirtschaft und erneuerbaren Energien. Die wichtigsten Wirtschaftsstandorte sind Rostock, Schwerin und Greifswald.
Saarland (42,59 Milliarden Euro, 1 Mio. Einwohner)
Das Saarland verfügt über eine stark industrialisierte Wirtschaftsstruktur. Besonders bedeutend sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau sowie die Stahl- und Metallverarbeitung. Wirtschaftliche Zentren sind Saarbrücken, Neunkirchen und Völklingen.
Bremen (41,36 Milliarden Euro, 700.000 Einwohner)
Bremen ist als Stadtstaat ein vergleichsweise kleiner, aber spezialisierter Wirtschaftsstandort. Die Wirtschaft wird geprägt von Hafenwirtschaft, Logistik, Industrie sowie Luft- und Raumfahrt. Die wichtigsten Wirtschaftsstandorte sind Bremen und Bremerhaven.
Nordrhein-Westfalen (871,87 Milliarden Euro, 18 Mio. Einwohner)
Bayern (791,60 Milliarden Euro, 13,25 Mio. Einwohner)
Baden-Württemberg (650,23 Milliarden Euro, 11,3 Mio. Einwohner)
Niedersachsen (382,27 Milliarden Euro, 8 Mio. Einwohner)
Hessen (368,29 Milliarden Euro, 6,2 Mio. Einwohner)
Berlin (207,06 Milliarden Euro, 3,9 Millionen Einwohner)
Rheinland-Pfalz (184,08 Milliarden Euro, 4,1 Mio. Einwohner)
Sachsen (161,910 Milliarden Euro, 4,1 Mio. Einwohner)
Hamburg (161,86 Milliarden Euro, 1,9 Mio. Einwohner)
Schleswig-Holstein (126,83 Milliarden Euro, 3 Mio. Einwohner)
Brandenburg (97,54 Milliarden Euro, 2,6 Mio. Einwohner)
Sachsen-Anhalt (79,42 Milliarden Euro, 2.1 Mio. Einwohner)
Thüringen (78,15 Milliarden Euro, 2,1 Mio. Einwohner)
Mecklenburg-Vorpommern (61,25 Milliarden Euro, 1,6 Mio. Einwohner)
Saarland (42,59 Milliarden Euro, 1 Mio. Einwohner)
Bremen (41,36 Milliarden Euro, 700.000 Einwohner)
Das Bundesländer-Ranking nach Bruttoinlandsprodukt zeigt, dass ein Großteil der wirtschaftlichen Leistung Deutschlands von wenigen großen Ländern getragen wird. Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg nehmen dabei eine zentrale Rolle ein.
Gleichzeitig machen kleinere Länder und Stadtstaaten deutlich, dass wirtschaftliche Stärke auch durch Spezialisierung und effiziente Strukturen entstehen kann.
Fazit BIP (abs.) in Bundesländern
Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg tragen als bevölkerungsreiche Flächenländer den größten Anteil zur gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung
Große Metropolregionen und industrielle Kernräume prägen die wirtschaftliche Stärke der führenden Bundesländer
Kleinere Länder und Stadtstaaten erreichen trotz geringerer Gesamtleistung durch Spezialisierung eine hohe wirtschaftliche Bedeutung
Das Bundesländer-Ranking nach BIP pro Kopf
Diese Grafik stellt die gesamte wirtschaftliche Leistung eines Bundeslandes geteilt durch seine Einwohner für das Jahr 2024 dar.
Hamburg (84.486 Euro, 1,9 Mio. Einwohner)
Bremen (59.785 Euro, 700.000 Einwohner)
Bayern (58.817 Euro, 13,25 Mio. Einwohner)
Baden-Württemberg (57.294 Euro, 11,3 Mio. Einwohner)
Hessen (57.288 Euro, 6,2 Mio. Einwohner)
Berlin (54.607 Euro, 3,9 Mio. Einwohner)
Nordrhein-Westfalen (47.916 Euro, 18 Mio. Einwohner)
Niedersachsen (46.706 Euro, 8 Mio. Einwohner)
Rheinland-Pfalz (44.046 Euro, 4,1 Mio. Einwohner)
Saarland (42.877 Euro, 1 Mio. Einwohner)
Schleswig-Holstein (42.046 Euro, 3 Mio. Einwohner)
Sachsen (39.667 Euro, 4,1 Mio. Einwohner)
Brandenburg (37.774 Euro, 2,6 Mio. Einwohner)
Mecklenburg-Vorpommern (37.656 Euro, 1,6 Mio. Einwohner)
Thüringen (36.942 Euro, 2,1 Mio. Einwohner)
Sachsen-Anhalt (36.517 Euro, 2.1 Mio. Einwohner)
Das BIP-pro-Kopf-Ranking der Bundesländer zeigt, dass Stadtstaaten wie Hamburg und Bremen eine besonders große Wirtschaftsstärke pro Kopf erreichen, während große Flächenländer trotz hoher Wirtschaftsleistung niedriger liegen. Insgesamt spiegelt das Ranking vor allem Produktivität und Wirtschaftsstruktur wider – nicht die wirtschaftliche Größe eines Bundeslands.
Fazit BIP pro Kopf in Bundesländern
Stadtstaaten wie Hamburg und Bremen erreichen die höchsten BIP-pro-Kopf-Werte durch hohe Wertschöpfung bei geringer Einwohnerzahl
Ostdeutsche Flächenländer wie Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern liegen im Pro-Kopf-Vergleich tendenziell am unteren Ende des Rankings
Das Gefälle spiegelt vor allem Unterschiede in Industriestruktur, Unternehmensdichte und Produktivität wider, weniger die absolute Wirtschaftsleistung
Interpretation und wirtschaftliche Einordnung
Die Rankings zeigen deutlich, dass wirtschaftliche Stärke je nach Kennzahl sehr unterschiedlich ausfällt. Städte wie Berlin, Hamburg und München führen beim absoluten Bruttoinlandsprodukt, da sie große Bevölkerungen, breit aufgestellte Wirtschaftsstrukturen und viele Unternehmenssitze vereinen. Diese Werte stehen vor allem für die wirtschaftliche Größe eines Standorts.
Beim BIP pro Kopf ergibt sich dagegen ein anderes Bild: Städte wie Wolfsburg, Ingolstadt oder Erlangen liegen vorne, weil dort sehr wertschöpfungsintensive Unternehmen auf vergleichsweise wenige Einwohner treffen. Pendlerströme und Konzernzentralen erhöhen die Wirtschaftsleistung pro Einwohner zusätzlich, ohne dass sich dies zwangsläufig im absoluten BIP widerspiegelt.
Für die Bewertung des tatsächlichen Wohlstands müssen jedoch auch die Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden. Gerade wirtschaftsstarke Metropolen wie München, Frankfurt oder Hamburg weisen sehr hohe Mieten und Immobilienpreise auf, wodurch ein hohes Einkommen teilweise relativiert wird. In kleineren, produktiven Städten ist das Preisniveau oft niedriger, sodass die hohe Wirtschaftsleistung pro Kopf stärker beim verfügbaren Einkommen ankommt.
Auf Bundeslandebene zeigt sich ein ähnliches Muster: Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg dominieren zwar das absolute BIP, unterscheiden sich jedoch deutlich bei Kostenstrukturen, Arbeitsmarktchancen und regionaler Kaufkraft.
Fazit: Deutschlands wirtschaftliche Spitzenreiter im Überblick
Die Analyse der reichsten Städte und Bundesländer Deutschlands zeigt, dass wirtschaftliche Stärke nicht eindimensional ist. Große Metropolen und Flächenländer dominieren das absolute Bruttoinlandsprodukt, während kleinere, hoch spezialisierte Städte beim BIP pro Kopf häufig deutlich besser abschneiden. Entscheidend ist daher die Unterscheidung zwischen wirtschaftlicher Größe und tatsächlicher Produktivität pro Einwohner.
Für Privatpersonen ist nicht allein die Position in einem Wirtschaftsranking ausschlaggebend, sondern das Zusammenspiel aus Arbeitsmarkt, Einkommenschancen und Lebenshaltungskosten. Gerade hohe Mieten in wirtschaftsstarken Regionen können den realen Wohlstand spürbar relativieren, während produktive Städte mit moderaterem Preisniveau an Attraktivität gewinnen.
Ausblick
Künftig dürfte sich die wirtschaftliche Stärke einzelner Regionen noch stärker an Faktoren wie technologischer Innovation, Industrieclustern und der Verfügbarkeit von Fachkräften orientieren. Gleichzeitig werden die Entwicklung der Wohnkosten und die Standortattraktivität für Unternehmen und Arbeitnehmer entscheidend dafür sein, welche Städte und Bundesländer ihre Spitzenpositionen langfristig behaupten können.

Lasse Nöggerath studiert einen Master of Science in International Business and Management and der University of Southern Denmark. Durch seine Arbeit bei Moneezy verfolgt er das Ziel, komplexe Finanzthemen für Leserinnen und Leser verständlich zu machen, und diesen fundierte finanzielle Entscheidungen zu ermöglichen.
